Export von (konsolidierten) Geometriemodellen als IFC oder cpixml.

Sie haben seit Version 2.2 von DESITE MD die Möglichkeit, nicht nur einzelne Geometriemodelle zu exportieren, sondern Sie können auch ein Gesamtmodell aus Einzelmodellen (und von diesen wiederum ausgewählte Objekte) exportieren. Zudem lässt sich konfigurieren, welche Objekteigenschaften exportiert werden sollen.

Unterstützt werden dabei derzeit die Formate IFC 4 und CPIXML.

Sie erreichen die Exportfunktion über das Menü BAUWERK, Schaltfläche Export.

Export nach IFC

Nach Wahl der Option ‚Nach IFC exportieren‘ öffnet sich der Dialog IFC Export, über den sie den Export konfigurieren können.

Modellliste

In der Modellliste werden alle verfügbaren Geometriemodelle gelistet . Haben Sie zuvor in der Projektstruktur Modelle markiert, werden nur diese hier aufgeführt. Sie können nun Modelle abwählen, deren Objekte nicht exportiert werden sollen. Weitere Einschränkungen der Objektmenge bieten die Exportoptionen. Wählen Sie ein Modell ab, wird automatisch auch der enstprechende Property Provider in der Liste der Property Provider abgewählt, was Sie aber nachträglich ändern können.

Optionen

Folgende Optionen und Konfigurationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Konsolidiertes Gesamtmodell schreiben
    Es wird aus allen Modellen eine gemeinsame Datei erzeugt
  • Eine Datei pro Modell schreiben
    Für jedes gewählte Modell wird eine separate Datei geschrieben
  • Nur sichtbare Objekte exportieren
    Es werden nur jeweils sichtbare Objekte eines Modells exportiert
  • Öffnungselemente exportieren
    Falls vorhanden, werden Öffnungselemente ebenfalls exportiert. Als Abzugskörper werden Sie allerdings nicht mehr benötigt.
  • Nur aktive Eigenschaften exportieren
    Es stehen nur aktuell aktiv geschaltete Eigenschaften zur Verfügung. Der Status kann über die Spaltenkonfiguration oder über den Dialog ‚Eigenschaften konfigurieren‘ (Menü DATEN) geändert werden.
  • Vererbte Eigenschaften exportieren
    Es werden von den Vaterelementen geerbte Eigenschaften beim Export direkt an die Objekte geschrieben
  • Eigenschaftssammlungen erzeugen
    Es werden sogenannte IfcPropertySets erzeugt. Der Name der Eigenschaftssammlung ergibt sich aus dem (optionalen) Präfix einer Eigenschaft (getrennt durch einen Doppelpunkt, z.B. ‚cp:Volume‘). Eigenschaften mit gleichem Präfix werden also in einer Sammlung zusammengefasst.
  • Geänderte Materialien exportieren
    Anstelle der ursprünglichen Materialien werden die aktuell gesetzten Materialien exportiert
  • Typ-Mapping
    Falls kein Objektyp bekannt ist (z.B. über die Eigenschaft ‚ifcType‘), kann über die Datei configExport.ifc.xml, die standardmäßig im Applikationsverzeichnis von DESITE MD liegt, gesteuert werden, vom welchem Typ die zu schreibendenen Objekte sind, beispielsweise IfcWall, IfcColumn, IfcSlab, IfcWindow, … Standardmäßig werden Elemente vom Typ ‚IfcBuildingElementProxy‘ erzeugt. Der Aufbau der Konfigurationsdatei wird weiter unten erläutert.

Export unter Verwendung einer Bauwerksstruktur

IFC-Dateien geben üblicherweise schon eine räumliche Gliederung vor (über die Relation IfcRelContainedInSpatialStructure). Besonders für den Fall, dass die Ausgangsmodelle in anderen Formaten vorliegen (DWF, CPIXML, …), kann diese Relation über die Bauwerksstruktur nachgebildet werden. Objekte können anschließend mit den Elementen in der Bauwerksstruktur verknüpft werden.

Blenden Sie das Attribut ‚Type‘ ein, um den Typ eines Bauwerksstrukturelementes zu ändern.

Die Bauwerksstruktur muss bestimmten Regeln folgen. Üblicherweise besteht ein Gebäude aus mehreren Geschossen. Räume sind Bestandteile von Geschossen oder (falls geschossübergreifend) des Gebäudes. Möbel und Sanitäreinrichtungen können in Räumen enthalten sein. Wände, Stützen, Decken, Türen und Fenster sind normalerweise den Geschossen zugewiesen.

Eine Standardgliederung ist beispielsweise:

  1. IfcProject (zwingend, wird durch das Bauwerksstrukturmodell abgebildet)
  2. IfcSite (Strukturelement-Typ bsSite)
  3. IfcBuilding (Strukturelement-Typ bsBuilding)
  4. IfcBuildingStorey (Strukturelement-Typ bsBuildingStorey)
  5. IfcSpace (Strukturelement-Typ bsSpace)

Nicht für das Erzeugen von IFC-Dateien geeignete Bauwerksstrukturen erscheinen im Exportdialog in der Liste der Bauwerksstrukture in roter Schrift.  Die „Ifc-Eignung“ der Bauwerksstruktur lässt sich mit den Werkzeugen der Bauwerksstruktur validieren.

Typ-Mapping

Für Modelle, die nicht aus IFC-Dateien importiert wurden, kann ein ‚Typ-Mapping‘ verwendet werden, um beim Export den korrekten IFC-Typ zu erzeugen. Die Konfigurationsdatei dazu liegt im Installationsverzeichnis der desiteMD.exe und heißt ‚ConfigExport.ifc.xml‘. Änderungen der Xml-Datei können einfach mit einem Texteditor vorgenommen werden. Standardmäßig mit desite DESITE MD wird eine Konfigurationsdatei ausgeliefert, die Mappings für die wichtigsten Bauteile enthält.

Export nach CPIXML

Nach Wahl der Option ‚Nach CPI XML exportieren‘ öffnet sich der Dialog CPIXML Export, über den sie den Export konfigurieren können.

Modellliste

In der Modellliste werden alle verfügbaren Geometriemodelle gelistet . Haben Sie zuvor in der Projektstruktur Modelle markiert, werden nur diese hier aufgeführt. Sie können nun Modelle abwählen, deren Objekte nicht exportiert werden sollen. Weitere Einschränkungen der Objektmenge bieten die Exportoptionen. Wählen Sie ein Modell ab, wird automatisch auch der enstprechende Property Provider in der Liste der Property Provider abgewählt, was Sie aber nachträglich ändern können.

Optionen

Folgende Optionen und Konfigurationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Konsolidiertes Gesamtmodellschreiben
    Es wird eine gemeinsame Datei erzeugt. In diesem Fall steht eine weitere Option zur Verfügung ‚Gemeinsamen Root-Container schreiben‘. Dies ist erforderlich für die Weiterverabeitung der Datei in iTWO. Ansonsten wird für jedes Teilmodell ein Rootcontainer erzeugt.
  • Eine Datei pro Modell schreiben
    Für jedes gewählte Modell wird eine separate Datei geschrieben
  • Nur sichtbare Objekte exportieren
    Es werden nur jeweils sichtbare Objekte eines Modells exportiert. Wenn die Option ‚Leere Container entfernen‘ angehakt ist, werden alle Container, die keine geometrischen Objekte mehr beinhalten, nicht geschrieben.
  • Nur aktive Eigenschaften exportieren
    Es stehen nur aktuell aktiv geschaltete Eigenschaften zur Verfügung. Der Status kann über die Spaltenkonfiguration oder über den Dialog ‚Eigenschaften konfigurieren‘ (Menü DATEN) geändert werden.
  • Vererbte Eigenschaften exportieren
    Es werden von den Vaterelementen geerbte Eigenschaften direkt an die Objekte geschrieben und exportiert
  • Geänderte Materialien exportieren
    Anstelle der ursprünglichen Materialien werden die aktuell gesetzten Materialien exportiert
  • Geometrische Proxy-Objekte exportieren
    Es werden auch geometrische Objekte vom Typ ‚GeometricProxy‘ exportiert (erweitertes CPIXML)
  • Orientierte Bounding-Boxen exportieren
    Falls vorhanden, werden die ‚Optimierten, Orientierten Bounding-Boxen‘ der Objekte (OOBB und OOBBxy) ebenfalls geschrieben.
  • Export von Unterbauteilen
    – Ja. Vaterobjekte und Unterbauteile (erweitertes CPIXML).
    – Ja. Vaterobjekte werden in Composites umgewandelt. Dabei geht die Geometrie des ungeteilten Objektes verloren.
    – Nein. Nur Vaterobjekte.

Wahl der Property Provider (IFC und CPIXML)

Die Liste der Property Provider beinhaltet alle Provider, die für die Domäne Geometrie zur Verfügung stehen. Dazu gehören die Geometriemodelle selbst, das Projekt-Repository und die Datenbanken für benutzerdefinierte Eigenschaften, die Skripte für Eigenschaften, die Daten-Provider für die cp-Attribute sowie die anderen Domänenprojekte.

Standardmäßig ausgewählt sind alle Geometriemodelle sowie das Projekt-Repository. Als Tooltip werden alle verfügbaren bzw. aktiven (wenn die Option ‚Nur aktive Eigenschaften exportieren‘ ausgewählt ist) Eigenschaften je Provider angezeigt.